01.06.2026 EBELTOFT, DK

Heute ist Simones Geburtstag und den gilt es gebührend zu feiern. Mit zunehmendem Alter ändern sich auch die Prioritäten. Früher, also vor ca. 19 Jahren, wäre die heutige Art zu feiern schwer vorstellbar gewesen. Heute ziehen wir es vor, diese Tage unter uns, an einem schönen Ort und ohne viel Trubel zu genießen. Dazu sind wir von der schönen Insel SAMSØ in das 27 Seemeilen entfernte EBELTOFT gesegelt. Verlegen wäre hier der bessere Ausdruck, denn Segelwind hatten wir nur für eine Stunde. Den Rest der Strecke hat der Diesel geschoben. Der Hafen von EBELTOFT liegt gut geschützt in einer weitläufigen Bucht auf der östlichen Festlandseite Dänemarks. Bis in den kleinen Ort sind es 1,5 Kilometer, südlich an den Hafen grenzt ein Naturschutzgebiet mit Wald- und Wanderwegen. Die Gegend ist traumhaft. Auch hier gibt es die kilometerlangen und naturbelassenen Strände, an denen wir nur selten andere Menschen treffen. Keine Schranke mit Kassenhäuschen, an denen man seinen Obolus zu entrichten hat. Auch Verbotsschilder halten sich in Grenzen. Hier wird offensichtlich auf ein verantwortungsbewusstes Miteinander gesetzt und dies scheint zu funktionieren. Nur selten sehen wir einen liegengelassenen Hundehaufen oder Müll. Die Menschen hier sind freundlich und grüßen sich bei Begegnung. Es scheint an der Studie etwas dran zu sein, dass die Dänen weltweit zu den glücklichsten Menschen gehören. Wenn wir unsere letzten Reisen in der Ostsee Revue passieren lassen, sind wir mittlerweile bekennende Ostsee-Fans. So lange wir uns von den Schicki-Micki Hotspots und Charterbasen fernhalten, ist es für unsere Zwecke das derzeit beste Segelrevier. Zwischen den Office Tagen können wir hier ganz entspannt Reisen. Kein Warten auf die passende Tide, um dann mitten in der Nacht abzulegen. Das Wetter scheint in diesem Bereich auch stabiler zu sein als im Seegebiet der Nordsee. Unsere weitere Planung sieht vor, über GRENAA nach ANHOLT zu segeln, danach sehen wir weiter. Eilig haben wir es nicht, denn auf der Insel ANHOLT wurde der Kadaver von Timmy, Deutschlands bekanntestem Wal, angespült. Er liegt dort vor dem beliebtesten Strand der Insel und soll fürchterlich stinken. Durch die Fäulnisgase bestehe sogar Explosionsgefahr, heißt es. Wenn wir dort in der nächsten Woche ankommen, wird sich dies hoffentlich erledigt haben. Bis dahin genießen wir die Zeit an der Festlandseite und freuen uns auf unseren Laufrunden über das Privileg dies alles so machen zu können.








